SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Corona-Betrug
© Siegfried Fröhlich 2015 - 2020
Neue Maschen mit Corona-Virus (COVID-19) Warnung vor Betrügereien in Bezug auf Corona. Die Betrüger sind kreativ und reagieren schnell auf neue Entwicklungen. Aktuell wird nun auch das Coronavirus als neue Betrugsmasche ausgenutzen. Derzeit wurden abgewandelte Formen des Enkeltricks, betrügerische Hilfeleistungen und falsche Onlineshops festgestellt. Es gibt ständig neue Mitteilungen über Betrüger am Telefon und an der Haustür. Aus diesem Grund wurde die Internetseite „Corona-Betrugsmaschen“ auf zwei Seiten aufgeteilt. Die Betrugsmaschen per E-Mail, Internet und Fak-Shops finden Sie hier . Nachfolgend eine Übersicht über die Betrugsmaschen, die im Zusammenhang mit „Corona“ aktuell bekannt sind und die Polizei derzeit beschäftigen: Enkeltrick im Zusammenhang mit Covid-19: Die Täter geben sich als Angehörige aus und behaupten mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Anschließend fordern die Täter finanzielle Unterstützung (Geld, Wertgegenstände) zur Überbrückung der angeblichen Notlage vom Opfer. Das Geld bzw. die Wertgegenstände wer - den von einer fremden Person beim Opfer abgeholt. Zielgruppe sind, wie beim Enkeltrick üb - lich, insbesondere ältere Menschen. Falsche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes am Telefon: Hierbei geben sich die Täter als angebliche Mitarbeiter des Gesundheitsamtes aus und fordern die Opfer telefonisch auf überteuerte Corona-Tests (5000€ - 7000€) durchführen zu lassen. Falsche Mitarbeiter an der Haustür: Auch hier geben sich die Täter als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes (angebliche Corona- Tests) oder als Mitarbeiter von Telekommunikationsdienstleistern (angebliche Netzüberlastung durch Home Office Nutzung) aus und versuchen über den Hinweis auf Corona in die Wohnung des Opfers zu gelangen. Anschließend werden in der Wohnung des Opfers Geld und Wertgegenstände entwendet. Falsche Mitarbeiter der Firma Microsoft: Die Täter kontaktieren Opfer, die im Home Office arbeiten und geben sich als angebliche Servicemitarbeiter aus. Im weiteren Verlauf versuchen Sie die Opfer dazu zu bewegen, eine Fernwartungssoftware auf ihren PCs zu installieren. Über die Fernwartungssoftware haben die Täter uneingeschränkten Zugriff auf den PC der Opfer und können weitere Schadsoftware in - stallieren, die in der Folge zu finanziellen Schäden führt und persönliche Daten der Opfer stiehlt. Falsche Gewinnversprechen: Die Täter informieren das Opfer über einen angeblichen Geldgewinnen. Auf Grund der Pandemie könne der Geldbetrag nicht persönlich übergeben werden. Zur Begleichung angebli - cher Transportkosten wird das Opfer aufgefordert den Tätern einen Geldbetrag zu überweisen. Ein Gewinn existiert nicht. Falsche Nachhilfelehrer: Betrüger wenden sich an Eltern und bieten Unterstützung als angebliche Nachhilfelehrer beim Homeschooling an. Im weiteren Verlauf werden den Opfern überteuerte Abo-Verträge angebo - ten. Die versprochenen Leistungen werden nicht erbracht. Falsche Mitarbeiter von Kreditinstituten: Die Betrüger geben vor, die TAN Generatoren der Opfer überprüfen zu müssen. Dies sei auf Grund der Corona Pandemie nur via Telefon möglich. In der Folge sollen die Opfer den Betrügern einige TANs generieren. Im Anschluss führen die Täter Überweisungen im Namen der Opfer durch. Überteuerte Produkte: Im Internet kommt es vermehrt zu Wucher bei knappen Produkten wie Schutzkleidung oder Desinfektionsmitteln. Fake-Shops: Aktuell bieten Fake-Shops dringend benötigte Güter (Schutzkleidung, Desinfektionsmittel etc.) online zum Kauf an. Nach Bezahlung der Ware via Vorkasse erfolgt keine Lieferung. Drohmails: Die Täter kontaktieren Unternehmen und drohen damit die Familien oder Angestellten des Unternehmens mit Covid-19 zu infizieren, sofern keine Geldzahlungen geleistet werden Falsche Internetseiten: Es wurden Internetseiten aufgesetzt, die damit werben Unternehmen bei der Beantragung von staatlichen Soforthilfen zu unterstützen bzw. für die Abwicklung der selbigen verantwortlich zu sein. Die Seiten sammeln auf diese Weise gezielt Daten von Unternehmen, die im Anschluss für Betrugsstraftaten genutzt werden. Betrug mit falschen Wohnungsanzeigen: Täter wenden sich an Personen, die gegenwärtig eine Wohnung suchen. Da auf Grund der Corona-Pandemie angeblich Wohnungsbesuche nicht möglich sind, erbitten die Täter einen Vorschuss von den Opfern um die Wohnung zu erhalten. Die vermeintliche Wohnung existiert nicht. Phishing-Mails: Gegenwärtig sind eine Vielzahl von Phishing Mails im Zusammenhang mit Corona im Umlauf. Die Inhalte variieren hierbei stark und reichen von gefälschten Spendenaufrufen bis zu angeb - lich geschlossenen Bankfilialen. Die Täter versuchen durch diese E-Mails an sensible Daten der Opfer zu gelangen. Bei sämtlichen vorgenannten Betrugsmaschen handelt es sich um bereits bekannte Methoden, die an die aktuelle Corona-Lage angepasst wurden. Die Täter versuchen hierbei gezielt, die in Teilen der Bevölkerung vorherrschende Verunsicherung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie auszunutzen. Grundsätzlich gilt aber auch: Bleiben Sie am Telefon, an der Haustür, bei Hilfsangebote grundsätzlich misstrauisch . Fordern Sie den Anrufer auf, den Namen zu nennen. Lassen Sie sich nicht dazu verleiten Namen zu erraten. Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Angehöriger in Not ist. Rufen Sie den Ange - hörigen unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Lassen Sie Unbekannte Personen NICHT in die Wohnung. Werden Sie telefonisch dazu aufgefordert kostenpflichtige Tests durchzuführen, legen Sie auf. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder das Gesundheitsamt und fragen Sie danach, ob für Sie ein Test angeordnet wurde. Schauen Sie durch den Türspion wer vor der Tür steht. Wenn Sie einen Sperrbügel oder Sperrriegel an der Tür haben, benutzen sie diesen, ehe Sie die Tür öffnen. Lassen Sie sich von den Amtspersonen den Dienstausweis zeigen und fragen Sie bei der entsprechenden Behörde telefonisch nach, nachdem Sie die Telefonnummer SELBER aus dem Telefonbuch herausgesucht haben . Machen Sie niemals Angaben zu Bankdaten, Wertsachen oder finanziellen Verhältnissen. Übergeben Sie KEIN Geld an vermeitliche Tester an Ihrer Haustür. Lassen Sie sich auch durch Drohungen nicht verunsichern. Geben Sie Unbekannten Personen bzw. unbekannten Geldabholer KEIN Geld. Melden Sie solche Vorfälle Ihrer nächstgelegenen Polizeidienststelle.