SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Falscher Polizist
© Siegfried Fröhlich 2015, 2016, 2017, 2018
Falscher Polizist festgenommen So gehen die falschen Polizisten vor. 20.09.2017 Offenbach   (ots)   -   Nachfolgend   hier   eine   Pressemeldung   des   Polizeipräsidiums   Aalen über   die   vorläufige   Festnahme   eines   falschen   Polizeibeamten,   der   im   Raum   Waiblin - gen unterwegs war. Der Verdächtige stammt aus Erlensee. Rems-Murr-Kreis: Kriminalpolizei gelingt Schlag gegen falsche Polizeibeamte. 24-Jähriger    in    U-Haft.    Betrüger-Bande    wollte    Seniorin    um    über    200.000    Euro erleichtern. Eine   Seniorin   aus   dem   Großraum   Waiblingen   wäre   am   vergangenen   Montag   von   einer   Betrüger - bande   beinahe   um   Gold,   Schmuck   und   Bargeld   im   Wert   von   rund   220.000   Euro   betrogen   worden. Die   Kriminalpolizei   Waiblingen   konnte   dies      verhindern   und   einen   24   Jahre   alten   Tatverdächtigen auf   frischer   Tat   festnehmen.   Zuvor   war   die   Seniorin   über   Tage   hinweg   intensiv   von   einem   falschen Polizeibeamten   bedrängt   und   manipuliert   worden.   Der   24-Jährige   mit   deutscher   und   türkischer Staatsangehörigkeit aus Erlensee (Hessen) befindet sich in Untersuchungshaft. Die   betagte   Dame   hatte   am   vergangenen   Donnerstag   zunächst   einen   Anruf   einer   angeblichen Polizistin   des   örtlichen   Polizeireviers   erhalten.   Diese   gab   vor,   dass   in   der   Nachbarschaft   eingebro - chen   und   dabei   drei   Männer   festgenommen   wurden.   Bei   einem   Täter   sei   eine   Notiz   mit   dem Namen   der   Seniorin   gefunden   worden.   Die   Anruferin   gab   an,   den   Fall   an   eine   höhere   Stelle   wei - terleiten   zu   müssen.   In   der   Folge   erhielt   Seniorin   einen   Anruf   eines   angeblichen   Hauptkom - missars,   welcher   sie   nach   ihrem   Vermögen   befragte   und   ihr   einredete,   dass   sie   höchst   gefährdet sei.   Dem   Anrufer   gelang   es,   die   Seniorin   durch   sehr   geschickte   Gesprächsführung   derart   zu   beein - drucken,   dass   sie   keine   ernsthaften   Zweifel   hegte.   Der   Anrufer   versprach   der   verängstigten   Frau, dass   er   sie   "wie   seine   eigene   Mutter"   betreuen   und   "Beschützer"   zu   ihrer   Betreuung   abstellen würde. In   den   ständigen   und   über   vier   Tage   andauernden      Anrufe,   teilweise   mehrfach   pro   Stunde,   wurde das   Opfer   weiter   eingeschüchtert   und   zum   absoluten   Stillschweigen,   auch   ihrem   Sohn   gegenüber, aufgefordert.   In   einem   weiteren   Schritt   teilte   der   angebliche   Polizist   mit,   dass   auch   das   Geld   im Tresor   der   Bank   nicht   sicher   sei.   Schließlich   erhöhte   der   vermeintliche   Hauptkommissar   am   Mon - tag   weiter   den   Druck   mit   der   Lüge,   in   der   Nachbarschaft   seien   zwei   Leute   festgenommen   worden. Dabei   sei   einer   ihrer   Beschützer   sogar   mit   einer   Pistole   bedroht   worden   und   ein   Täter   sei   geflüch - tet.   Dadurch   befände   sich   die   Seniorin   nun   in   höchster   Gefahr.   Die   Dame   wurde   aufgefordert, sofort das Gold vom Banktresor zu holen. Ein Taxi wurde hierzu vom Anrufer bestellt. Schließlich   holte   die   von   den   Tätern   vereinnahmte   Seniorin,   im   Vertrauen   mit   der   Polizei   zu   kom - munizieren,   mehrere   Kilo   Goldbarren   aus   dem   Safe   ihrer   Hausbank.   Anschließend   stellte   sie gemäß   weiterer   engmaschig   geführter   Telefongespräche   das   Gold,   den   Schmuck   und   mehrere tausend   Euro   Bargeld   in   einer   Tasche   vor   die   Haustüre,   wo   es   von   dem   24-Jährigen   Tatverdächti - gen   abgeholt   wurde.   Dieser   wurde   von   der   Kriminalpolizei   widerstandslos   festgenommen.   Die Wertgegenstände konnten vollständig der Besitzerin zurückgegeben werden. Die   echte   Polizei   war   zu   keinem   Zeitpunkt   der   tagelang   geführten   Telefongespräche   von   der   gut - gläubigen   Seniorin   informiert   worden.   Die   Kriminalpolizei   Waiblingen   war   durch   kriminalpolizeili - che Erkenntnisse auf den Fall aufmerksam geworden. Die Polizei bittet die Bevölkerung aufmerksam zu sein und auch ältere Bekannte und Familienmitglieder für die Betrugsmasche zu sensibilisieren.

Bitte beachten Sie:

Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an! Die Polizei würde niemals Geld von ihnen einfordern oder annehmen. Die Polizei fragt niemals nach Ihren Vermögensverhältnissen.

Übergeben Sie niemandem Geld, den Sie nicht kennen.

Beenden Sie sofort entsprechende Telefonate und rufen sie die örtliche Polizei an.