SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Haft- Zahlungsbefehl
© Siegfried Fröhlich 2015, 2016, 2017, 2018
Bitte beachten Sie: Bleiben Sie misstrauisch wenn Sie derartige Schreiben erhalten. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihre Polizeidienststelle.
FALSCHER GERICHTSBESCHLUSS MIT ZAHLUNGSBEFEHL 06.09.2017 Verbraucherzentrale Hessen warnt vor neuer Betrugsmasche Mit einer neuen Betrugsmasche versuchen Kriminelle derzeit, vorwiegend ältere Verbraucher um ihr Geld zu bringen. Seit mehreren Wochen fordern Unbekannte mit Briefen, die angeblich von Berliner Staatsanwälten und Gerichten stammen sollen, hohe Summen. Die Verbraucherzentrale Hessen rät: Ruhe bewahren, auf keinen Fall bezahlen und das Schreiben ignorieren. Von "Gartenfeld" aus Berlin, vertreten durch eine nicht namentlich genannte Anwältin von „ADENAUER CONSULTING“, werden derzeit Schreiben mit Geldforderungen ver - schickt. Auch viele Hessen wenden sich in diesen Tagen besorgt an die Beratungsstellen der Verbraucherzentrale. So erhielt Ende Juli der Gießener Wolf - gang K. den Brief einer angeblichen „Gerichtsvollziehererteilungsstelle“ eines nicht näher definierten Amtsgerichts mit einer Berliner Adresse. Darin enthalten war ein „Zahlungsbefehl“ über insgesamt 349,36 Euro. Ein Grund für die Zahlung wird nicht genannt. Dennoch wird gleich mit Pfändung und Kontosperrung gedroht, auch ein Überweisungsschein ist angefügt. Peter Lassek, Jurist bei der Verbraucherzentrale Hessen rät: "Auf keinen Fall sofort das beiliegende Überweisungsformular ausfüllen und bezahlen." Die versandten Schreiben sollen bei Laien den Eindruck erwecken, dass es sich um einen offiziellen Gerichtsbeschluss mit Siegel handelt. Dabei gehört die angegebene IBAN zu einem spanischen Konto. „Betroffene sollten solche offensichtlichen Fälschungen am besten ignorieren“, erläutert Lassek. Wer solche Schreiben erhält, sollte möglichst mit Vertrauenspersonen die Echtheit des Schreibens überprüfen. Gegebenenfalls sollten sich die Opfer dann an die Polizei wenden. Eine weitergehende Beratung ist in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen möglich. Empfänger solcher Schreiben sollten sich auch an die Polizei wenden. Die Kripo (in Würzburg) beim Polizeipräsidium Unterfranken ermittelt derzeit in diesen Fällen. Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, rät die Polizei Unterfranken: Seien Sie misstrauisch und überprüfen sie zuerst die Telefonnummer. In den bislang bekannt gewordenen Fällen handelte es sich nicht um die Telefonnummer der Staatsanwaltschaft Berlin. Prüfen Sie das Schreiben auf Fehler in der Rechtschreibung oder Grammatik sowie auf unvollständige Sätze. Amtliche Schreiben weisen meist keine derartigen Fehler auf. Rufen Sie NICHT die in dem Schreiben angegebene Telefonnummer zurück, sondern recherchieren Sie über das Internet oder die Auskunft die Telefonnummer der anschreibenden Behörde. Nehmen Sie Kontakt zu ihrer zuständigen Polizeidienststelle auf und zeigen den Vorfall an.
Foto: Polizei Unterfranken