SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Wohnungseinbruch
© Siegfried Fröhlich 2015, 2016, 2017
Bitte beachten Sie: Bleiben Sie misstrauisch wenn Sie derartige Schreiben erhalten. Im Zweifelsfall wenden Sie sich an Ihre Polizeidienststelle.
FALSCHER GERICHTSBESCHLUSS MIT ZAHLUNGSBEFEHL 06.09.2017 Verbraucherzentrale Hessen warnt vor neuer Betrugsmasche Mit   einer   neuen   Betrugsmasche   versuchen   Kriminelle   derzeit,   vorwiegend   ältere   Verbraucher   um   ihr Geld   zu   bringen.   Seit   mehreren   Wochen   fordern   Unbekannte   mit   Briefen,   die   angeblich   von   Berliner Staatsanwälten   und   Gerichten   stammen   sollen,   hohe   Summen.   Die   Verbraucherzentrale   Hessen   rät: Ruhe bewahren, auf keinen Fall bezahlen und das Schreiben ignorieren.   Von    "Gartenfeld"    aus    Berlin,    vertreten    durch    eine    nicht    namentlich    genannte    Anwältin    von „ADENAUER   CONSULTING“,   werden   derzeit   Schreiben   mit   Geldforderungen   ver - schickt.    Auch    viele    Hessen    wenden    sich    in    diesen    Tagen    besorgt    an    die Beratungsstellen   der   Verbraucherzentrale.   So   erhielt   Ende   Juli   der   Gießener   Wolf - gang    K.    den    Brief    einer    angeblichen    „Gerichtsvollziehererteilungsstelle“    eines nicht   näher   definierten   Amtsgerichts   mit   einer   Berliner   Adresse.   Darin   enthalten war   ein   „Zahlungsbefehl“   über   insgesamt   349,36   Euro.   Ein   Grund   für   die   Zahlung wird    nicht    genannt.    Dennoch    wird    gleich    mit    Pfändung    und    Kontosperrung gedroht, auch ein Überweisungsschein ist angefügt. Peter   Lassek,   Jurist   bei   der   Verbraucherzentrale   Hessen   rät:   "Auf   keinen   Fall sofort    das    beiliegende    Überweisungsformular    ausfüllen    und    bezahlen."    Die versandten   Schreiben   sollen   bei   Laien   den   Eindruck   erwecken,   dass   es   sich   um einen    offiziellen    Gerichtsbeschluss    mit    Siegel    handelt.    Dabei    gehört    die angegebene   IBAN   zu   einem   spanischen   Konto.    „Betroffene   sollten   solche offensichtlichen   Fälschungen   am   besten   ignorieren“,   erläutert   Lassek.   Wer   solche   Schreiben   erhält, sollte   möglichst   mit   Vertrauenspersonen   die   Echtheit   des   Schreibens   überprüfen.   Gegebenenfalls sollten    sich    die    Opfer    dann    an    die    Polizei    wenden.    Eine    weitergehende    Beratung    ist    in    allen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Hessen möglich. Empfänger   solcher   Schreiben   sollten   sich   auch   an   die   Polizei   wenden.   Die   Kripo   (in   Würzburg)   beim Polizeipräsidium Unterfranken ermittelt derzeit in diesen Fällen. Sollten Sie ein solches Schreiben erhalten, rät die Polizei Unterfranken: Seien   Sie   misstrauisch   und   überprüfen   sie   zuerst   die   Telefonnummer.   In   den   bislang   bekannt gewordenen Fällen handelte es sich nicht um die Telefonnummer der Staatsanwaltschaft Berlin. Prüfen    Sie    das    Schreiben    auf    Fehler    in    der    Rechtschreibung    oder    Grammatik    sowie    auf unvollständige Sätze. Amtliche Schreiben weisen meist keine derartigen Fehler auf. Rufen    Sie    NICHT     die    in    dem    Schreiben    angegebene    Telefonnummer    zurück,    sondern recherchieren   Sie   über   das   Internet   oder   die   Auskunft   die   Telefonnummer   der   anschreibenden Behörde. Nehmen    Sie    Kontakt    zu    ihrer    zuständigen    Polizeidienststelle    auf    und    zeigen    den Vorfall an.
Foto: Polizei Unterfranken