SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Falscher Polizist
© Siegfried Fröhlich 2015 - 2019
Neue Maschen Falsche Polizeibeamte So gehen die falschen Polizisten vor. Januar 2019 Dass die Betrüger sich immer neue Machen ausdenken, darauf wurde schon offt hingewiesen. Die Anrufe der Gewinnversprechen und Enkeltrickvarianten sind in letzter Zeit etwas zurück gegangen. Einen steilen Anstieg hingegen haben die Anrufe der falschen Polizeibeamten. Sie haben hauptsächlich die älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger im Visier. Aktuell wurde drei (3) neue Varianten bekannt. Falsche Polizisten rufen Firmen an Aufgrund eines aktuell angezeigten Falles (23.01.2019), warnt die Polizei vor Trickbetrügern, die es auf Firmen im Kreisgebiet abgesehen haben. Die Betrüger melden sich telefonisch bei den Fir - men und geben sich als Polizeibeamte der Polizeidirektion Limburg-Weilburg aus . Unter dem Vorwand, Geld für den Fahrradführerschein der Schüler des Landkreises zu sammeln, versu - chen sie dann die Firmenmitarbeiter zu Geldzahlungen zu bewegen. Für die Übergabe des Geldes wird im Anschluss ein persönlicher Termin mit einem angeblichen Polizeibeamten vereinbart. Glücklicherweise reagierte die Firmenmitarbeiterin in dem gemeldeten Fall genau richtig und been - dete das Gespräch, ohne auf die Forderungen des Betrügers einzugehen. Variante Bombenfund Mit einer neuen Masche meldeten sich falsche Polizeibeamte am Morgen des 9. Januar 2019 tele - fonisch bei mehreren Bürgerinnen und Bürgern. Eine der betroffenen Personen erhielt einen Anruf einer Frau. Diese gab sich als Kriminalbeamtin der Polizei in Bad Homburg aus und teilte mit, dass es aufgrund eines Bombenfundes in den nächsten Tagen zu einer Evakuierungsmaßnahme käme. Aus diesem Grund sollte die Angerufene Person alle ihre Wertsachen zusammenpacken, die dann am Nachmittag von Polizisten abgeholt werden. Zur Begründung für diese "Vorsichtsmaßnahme" führte die falsche Kriminalbeamtin an, dass die Polizei bei einer im letzten Jahr in Frankfurt am Main stattgefundenen Evakuierung die Erfahrung gemacht, dass in der Zeitspanne, als die Bewoh - ner ihre Häuser und Wohnungen verlassen hätten, besonders oft eingebrochen worden sei. Im weiteren Verlauf des Telefonates versuchte die Anruferin durch geschickte Fragen mehr über etwaige bei der angerufenen Person vorhandene Wertgegenstände in Erfahrung zu bringen. Die Angerufene erkannte ihrerseits allerdings die kriminelle Absicht der Anruferin und beendete dar - aufhin unmittelbar das Gespräch. "Falsche" Polizisten täuschen mit echter Polizeistreife Am 8. Januar 2019 gegen 20.45 Uhr erhielt eine 49-jährige Seniorin in Weinheim (bei Mannheim) hintereinander mehrere Anrufe von angeblichen Polizeibeamten "Weber" und "Heckmann" vom "Kriminalkommissariat K4 Weinheim". Diese gaben mit einer bekannten Masche vor, dass ein Ein - bruch bevorstehen würde und sie ihre Wertgegenstände sichern müsse. Zur Unterstreichung der Glaubwürdigkeit sagten die "falschen Polizeibeamten" zu, dass man Streifenwägen in die Nähe der Wohnanschrift der 49-Jährigen beordern würde. Tatsächlich konnte die 49-Jährige etwa fünf bis zehn Minuten später zwei Polizeistreifenfahrzeuge und vier uniformierte Beamte auf dem Nachbaranwesen feststellen, die mit Taschenlampen den näheren Bereich absuchten. Diese Situation veranlasste die 49-Jährige kein Misstrauen mehr gegenüber den anrufenden "Poli - zeibeamten" entgegenzubringen. Die 49-Jährige folgte der Aufforderung am Folgetag eigene Wertgegenstände an einen vereinbar - ten Ort zu bringen, da diese angeblichen Beweismittel eines geplanten Einbruchs wären. Am 09. Januar 2019 wurde die 49-Jährige zu einem Wendekreisel im Stadtteil Mannheim-Vogel - stang gelotst, hierbei führte Sie ihre Wertgegenstände mit sich. Diese sollte sie einer angeblichen verdeckten Ermittlerin aushändigen. Im letzten Moment erkannte die 49-Jährige den Schwindel und verständigte über Notruf die Poli - zei. Es kam zu keiner Übergabe der Wertgegenstände. Ermittlungen der echten Kriminalinspektion ergaben, dass es am 08. Januar 2019 tatsächlich zu einem Polizeieinsatz in Weinheim gekommen war. Hintergrund war ein Anruf eines vermeintlichen Spaziergängers Namens "Martin", der die Polizei mit einer Telefonnummer mit Weinheimer Vor - wahl angerufen hatte. Dieser "Spaziergänger" gab an, dass er "zwei Jugendliche mit Taschenlampen im Vorgarten" gesehen habe. Daraufhin wurden zwei Streifenwagenbesatzungen zum Nachbargrundstück der 49-Jährigen beordert, die der verdächtigen Wahrnehmung des "Spa - ziergängers" nachgingen. Weitere Ermittlungen ergaben, dass der Hinweisgeber Herr "Martin" mit einer sog. gespooften Telefonnummer die Polizei verständigt hatte. Bei gespooften Telefonnummern wird auf einer Inter - netplattform eine gewünschte Telefonnummer kreiert, mit der dann bei den Opfern angerufen wird. Rückrufe sind nicht möglich, außer wenn eine existierende Rufnummer missbraucht wird. Mehrmalige Rückrufe bei der gespooften Telefonnummer schlugen fehl. Die "verdächtige Wahr - nehmung mit den Jugendlichen" war nur vorgetäuscht. Quelle: Polizeipräsidium Mannheim

Bitte beachten Sie:

Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an! Die Polizei würde niemals Geld von ihnen einfordern oder annehmen. Die Polizei fragt niemals nach Ihren Vermögensverhältnissen.

Übergeben Sie niemandem Geld, den Sie nicht kennen.

Beenden Sie sofort entsprechende Telefonate und rufen sie die örtliche Polizei an.

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