SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Warnung falsch. Polizist
© Siegfried Fröhlich 2015, 2016, 2017, 2018
Falsche Polizisten rufen an Immer wieder rufen im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen und im Bereich des Polizeipräsidiums Westhessen falsche Polizeibeamte an. Das    Telefon    klingelt.    Am    Telefon    meldet    sich    angeblich    ein    Polizeibeamter.    Die Geschichten die Ihnen nun erzählt werden sind sehr unterschiedlich. Meistens    hören    die    Angerufenen    die    Geschichte,    dass    Einbrecher    festgenommen wurden    und    die    Polizei    hätte    Informationen    erlangt,    dass    als    nächstes    bei    den Angerufenen   -   meist   Seniorinnen   über   70   Jahre    -   eingebrochen   werden   solle.   Der Anrufer   fragt   ob   sich   Wertsachen   in   der   Wohnung   befinden   und   man   müsse   diese   in   Sicherheit bringen. Die   Opfer   teilweise   stundenlangen,   teils   über   Tage   erstreckende   Gespräche,   derartig   manipuliert   und unter   Druck   gesetzt,   dass   sie   Wertgegenstände   zusammentragen   und   den   Verbrechern   übergeben. Auch die Abholer geben sich dabei als Polizeibeamte oder als Angehörige der Staatsanwaltschaft aus. So   wird   gerade   das   hohe   Vertrauen,   das   ältere   Menschen   in   staatliche   Behörden   wie   Polizei   oder Staatsanwaltschaft setzen, auf perfide Weise missbraucht. Manchmal   nutzen   die   Täter   auch   eine   spezielle   Technik,   die   bei   einem Anruf      auf      der      Telefonanzeige      der      Angerufenen      die      Polizei- Notrufnummer   110 ,   meist   zusammen   mit   einer   Vorwahl,   oder   eine andere   örtliche   Telefonnummer   erscheinen   lässt   -   obwohl   die   Anrufer zumeist aus dem Ausland agieren. Auch   auf   die   Konten   und   Bankdepots   ihrer   Opfer   haben   es   die   Betrüger abgesehen.   Unter   dem   Hinweis,   die   Bankmitarbeiter   seien   korrupt,   sollen die    Angerufenen    ihre    Konten    und    Bankdepots    leeren    und    einem Unbekannten, der sich als Polizist ausgibt, übergeben. Reagiert    ein    Opfer    misstrauisch,    wird    es    u.a.    mit    dem    Hinweis,    es    behindere    eine    polizeiliche „Aktion“, wenn es nicht mitmache, unter Druck gesetzt und eingeschüchtert . So   oder   ähnlich   versuchen   derzeit   die   Trickbetrüger   im   gesamten   Bundesgebiet   vorwiegend   ältere Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. HINWEIS: Geben Sie auf keinen Fall persönliche oder finanzielle Einzelheiten preis. Machen Sie NIEMALS Angaben zu Vermögenswerten oder Wertsachen. Die Polizei, fragen am Telefon NIEMALS nach vorhandenen Vermögenswerten. Die Polizei stellt KEIN Bargeld oder andere Wertsachen vorsorglich sicher. Übergeben Sie NIEMALS Geld an unbekannte Personen. Bei Erscheinen der 110-Nummer auf dem Display gehen Sie nicht ans Telefon. Die Polizei ruft NIEMALS mit der Notrufnummer 110 oder ähnlichen Kombinationen an. Wenn die Polizei anruft, steht im Display "Unbekannt", denn die Polizei sendet KEINE  Nummer. Ein   richtiger   Polizist   nennt   Name   und   Dienststelle.   -   Im   Zweifel   suchen   Sie   sich   aus dem   Telefonbuch    die   Nummer   der   Polizeidienststelle   oder   wählen   die   110 .   Lassen   Sie sich   dort   mit   dem   Sachbearbeiter   verbinden.   Ein   echter   Polizei-/Kripo-Beamte   hat Verständnis für solch eine Vorsichtsmaßnahme. Lasst Sie sich am Telefon NICHT  unter Druck setzten. Legen Sie einfach auf. Die Polizei meldet sich NIEMALS  über "WhatsApp" oder andere Nachrichtendienste! Wenn Sie ähnliche Anrufe erhalten beenden Sie das Gespräch UND informieren Sie die „richtige“, die örtliche, Polizei. Zu dem Thema „Falsche Polizisten“ fand am 19.12.2017 eine Aufklärungskampagne durch den Präventionsrat Main-Taunus-Kreises und der Polizeidirektion Main-Taunus im Landratsamt statt. Näheres unter diesem Link. STATISTIK: Da die Anrufe der falschen Polizei- und Kripobeamte nicht abreisen, wurde in 2017 eine kleine Statistik angelegt. Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist auch von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Hier geht es zur Aufstellung für das Jahr 2018 Hier geht es zur Aufstellung für das Jahr 2017 Hier findern Sie eine Schilderung wie diese Betrüger vorgehen. In diesem Fall ist alles gut ausgegangen, ein Täter konnte festgenommen werden. Ein Informationsblatt finden Sie unter: Broschüren - Betrug
Foto: PP SOH

Bitte beachten Sie:

Die Polizei ruft niemals mit der Notrufnummer 110 an! Die Polizei würde niemals Geld von ihnen einfordern oder annehmen. Die Polizei fragt niemals nach Ihren Vermögensverhältnissen.

Übergeben Sie niemandem Geld, den Sie nicht kennen.

Beenden Sie sofort entsprechende Telefonate und rufen sie die örtliche Polizei an.