SfS - Sicherheitsberater für Senioren
Warnung falsch. Polizist
© Siegfried Fröhlich 2015, 2016, 2017
Falsche Polizisten rufen an Immer wieder, seit Oktober 2016, im Bereich des Polizeipräsidien Westhessen und im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen. Nachdem   in   den   letzten   Monaten   2017    verstärkt   Anrufe   von   „falschen Polizisten“   im   Bereich   des   Polizeipräsidiums   Westhessen   vorgekommen sind,    häufen    sich    jetzt    die    Anrufe    im    Bereich    des    Polizeipräsidiums Südosthessen.   Meist   ältere   Mitbürger   werden   zuhause   angerufen,   zur   Zeit (Ende Februar, Anfang März 2017) verstärkt im Bereich Rodgau. Ein   Beispiel   wie   es   Ende   Februar   (27./28.)   in   Rodgau,   Kreis   Offenbach, vorgekommen ist. Am   Telefon   meldet   sich   ein   angeblicher   Kriminalbeamter.   Der   falsche Kriminalbeamte   erzählt,   dass   die   Polizei   soeben   eine   Einbrecherbande festgenommen    habe,    von    der    jedoch    eine    Person    flüchtig    sei.    Die Einbrecher   hätten   Zettel   mit   den   Adressen   der   Angerufenen   einstecken und   man   befürchte   nun,   dass   die   Wohnungen   der   Betroffenen   Ziel   von   weiteren   Einbrüchen   sein könnten. Der   " falsche   Kriminalbeamte "   behauptet   weiterhin,   dass   das   Geld   der   Angerufenen   auf   der   Bank auch   nicht   sicher   sei.   Deswegen   sollen   die   Betroffenen   ihre   Ersparnisse   abheben   und   an   einen Finanzdienstleister   in   Dietzenbach   übergeben,   der   dann   das   Geld   ins   "weitaus   sicherere"   Ausland überweisen werde. Das ist natürlich völliger Quatsch !! ACHTUNG: Im   Display   des   Angerufenen   steht   eine   Nummer,   die   man   durchaus   der   Polizei   zuordnen   könnte.   (In dem hier geschilderten Fall war es die 06106-110 . HINWEIS: Die Polizei, fragen am Telefon NIEMALS nach vorhandenen Vermögenswerten! Die Polizei arbeitet nicht mit dubiosen Finanzdienstleistern zusammen und schickt auch keine Geldabholer. Wenn   die   Polizei   anruft,   steht   im   Display   "Unbekannt",   denn   die   Polizei   sendet   keine   Nummer. Ein   richtiger   Polizist   nennt   Name   und   Dienststelle.   -   Im   Zweifel   suchen   Sie   sich   aus dem   Telefonbuch   die   Nummer   der   Polizeidienststelle   und   lassen   sich   dort   mit   dem Sachbearbeiter   verbinden.   Ein   echter   Polizei-/Kripo-Beamte   hat   Verständnis   für   solch eine Vorsichtsmaßnahme. Wenn Sie solchen einen Anruf erhalten einfach auflegen und anschließend die „richtige“ Polizei anrufen. STATISTIK: Da die Anrufe der falschen Polizei-/Kripobeamte nicht abreisen, hier mal eine kleine Aufstellung  wann und wo angerufen wurde. Anrufe Mitte 2015 bis Frühjahr 2016 Verdächtige 110-Anrufe "Sie   können   uns   auf   der   110   anrufen,   aber   wir   rufen   mit   dieser   Nummer   niemanden   an!"   Diesen   Appell   richtet   die   Polizei   an   all   diejenigen,   die   möglicherweise   einen   Anruf   von   unbekannten Leuten   erhalten,   die   sich   dabei   als   Polizisten   ausgeben.   Vermehrt   sind   solche   Anrufe   bei   Anwohnern im Bereich der Polizeipräsidien Südosthessen und Westhessen aufgetreten. In   allen   Fällen   war   auf   dem   Telefondisplay   die   örtliche   Vorwahl   und   die   Nummer   110   zu sehen   gewesen.    Der   Anrufer   stellte   sich   als   Polizist   vor   und   erzählte   von   Einbrecherbanden,   die angeblich   in   der   Gegend   unterwegs   wären.   Im   Lauf   des   Gesprächs   fragte   der   Unbekannte   dann   nach, ob   die   angerufenen   Leute   Geld   oder   sonstige   Wertgegenstände   zuhause   hätten.   Als   Auffälligkeit   bei den   Telefongesprächen   schilderten   die   besorgten   Mitbürger,   dass   der   unbekannte   Mann   an   der anderen   Seite   der   Leitung   gelegentlich   mit   einem   leichten   ausländischen   Akzent   gesprochen   habe. Die   Polizei   geht   davon   aus,   dass   hinter   den   Anrufen   Kriminelle   stecken,   die   auf   diese   Weise   an Informationen   über   die   Lebensumstände   und   das   Vermögen   der   angerufenen   Mitbürger   gelangen wollen. Deshalb raten die Ermittler: Geben Sie auf keinen Fall persönliche oder finanzielle Einzelheiten preis. Machen Sie niemals Angaben zu Vermögenswerten oder Wertsachen in der Wohnung. Bei Erscheinen der 110-Nummer auf dem Display gehen Sie nicht ans Telefon. Brechen Sie bereits entgegengenommene Anrufe einfach ab. Sollten Sie sich beim Telefonat unter Druck gesetzt fühlen, beenden Sie das Gespräch und informieren Sie die örtliche Polizei. Polizeibeamte fragen nicht nach persönlichen Geldverstecken. Die Polizei stellt kein Bargeld oder andere Wertsachen vorsorglich sicher. Die Polizei ruft NIEMALS mit der Notrufnummer 110 oder ähnlichen Kombinationen an. Bundeskriminalamt warnt vor falschen Polizisten am Telefon 11.06.2015 Die    Tat    beginnt    mit    einem    Telefonanruf:    Angebliche    BKA-Beamte    bitten    um    Mithilfe    bei    der Verbrechensbekämpfung.   Sie   bringen   ihre   Gesprächspartner   mit   ausgeklügelten   Geschichten   dazu, ihnen   mehrere   tausend   Euro   zu   überweisen.   Die   Betrüger   geben   eine   Mobiltelefonnummer   an   und halten   ihre   ausgedachten   Identitäten   über   viele   Tage   und   Wochen   aufrecht.   Manche   Opfer   überweisen mehrfach größere Summen. Der Kontakt reißt irgendwann ab - das Geld ist weg. Das Bundeskriminalamt warnt und rät eindringlich: Mitarbeiter     deutscher     Strafverfolgungsbehörden     würden     sich     niemals      mit     einer     direkten Geldforderung   zur   Unterstützung   ihrer   Arbeit   telefonisch,   schriftlich   oder   persönlich   an   Sie   wenden. Lassen   Sie   sich   also   nicht   auf   Forderungen   ein   und   leisten   Sie   keine   Zahlungen .   Auch   wenn   Sie unter   Druck   gesetzt   und   Ihnen   mögliche   staatliche   Konsequenzen   angedroht   werden,   sollten   Sie   sich nicht verunsichern lassen. Notieren   Sie   sich   Name,   Rufnummer   und   Dienststelle   des   angeblichen   Polizeibeamten   und wenden   Sie   sich   mit   diesen   Informationen   an   Ihre   örtliche   Polizeidienststelle,   um   Anzeige zu erstatten. Ein BKA-Experte für Telefonbetrug sagt: „Diese   Vorgehensweise   ist   kein   Einzelfall.   Das   BKA   geht   aufgrund   der   Masse   der   Fälle   und   der Professionalität der Täter davon aus, dass die Taten banden- und gewerbsmäßig begangen werden“. Ein   weiteres   Problem:   Nur   etwa   jeder   fünfte   bis   siebte   Fall   von   Telefonbetrug   wird   bei   der   Polizei angezeigt. Viele Opfer schämen sich, dass sie auf die Masche hereingefallen sind.

Bitte beachten Sie:

Wenn auch Sie Opfer eines Betrügers geworden sind, können Sie sich gerne von Ihrem Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren beraten lassen.
Foto: PP SOH