SfS - Sicherheitsberater für Senioren
© Siegfried Fröhlich 2015 - 2026
Aktuelle Mitteilung
„Falsche Polizisten“ festgenommen
Gemeinsame Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und des
Polizeipräsidiums Westhessen
Festnahme von drei "falschen Polizeibeamten" im Hochtaunuskreis
Der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Eingreifreserve - und Beamten des
Polizeipräsidiums Westhessen ist es am 15.07.2026 gelungen, im Hochtaunuskreis drei Männer im
Alter von 19, 21 und 22 Jahren festzunehmen, die als "falsche Polizeibeamte" aufgetreten und an
Betrugstaten beteiligt gewesen sein sollen. Die Beschuldigten sollen innerhalb der Bandenstruktur als
sogenannte Abholer fungiert haben. Gegen die Beschuldigten besteht der Verdacht des banden- und
gewerbsmäßigen Betruges.
Den Ermittlungsbehörden wurde bekannt, dass sich bisher nicht identifizierte Täter gegenüber einem
65-jährigen Geschädigten aus dem Hochtaunuskreis als Polizeibeamte ausgegeben und diesen zur
Aushändigung seiner Wertgegenstände aufgefordert haben sollen. Der 19-jährige deutsche
Staatsangehörige sowie der 22-jährige deutsch-marokkanische Staatsangehörige konnten unter
Hinzuziehung von Zivilkräften der Polizei bei der Abholung der Wertgegenstände festgenommen
werden. Dabei soll der 19-jährige Beschuldigte Widerstand geleistet haben. In diesem Zusammenhang
kam es zu einer Schussabgabe eines Polizeibeamten in den Boden, wodurch jedoch niemand verletzt
wurde. Ein weiterer Beamter soll bei der Festnahme der zwei Männer verletzt worden sein. Er musste
nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden.
In einem weiteren Fall bemerkte der 61-jährige Geschädigte aus dem Hochtaunuskreis die Betrugs-
masche der "falschen Polizeibeamten" und informierte die Polizei. Bei einer fingierten Abholung
wurde ein 21-jähriger deutscher Staatsangehöriger festgenommen.
Die drei festgenommen Beschuldigten sollen noch heute dem zuständigen Ermittlungsrichter
vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheiden wird. Straftaten zum Nachteil älterer
Menschen sind ein bundesweit verbreitetes Phänomen. Die Täter setzen insbesondere auf
Schockanrufe, Enkeltrick-Betrügereien oder geben sich als falsche Polizeibeamte aus. Immer wieder
gelingt es ihnen, ihre Opfer um hohe Geldbeträge oder Wertgegenstände zu bringen.
Seit dem Jahr 2025 bündelt die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am
Main in engem Austausch mit der hessischen Polizei und ausländischen Partnerdienststellen die
Ermittlungen gegen diese international agierenden Tätergruppierungen aus dem Bereich der
organisierten Kriminalität.
Hinweise der Polizei:
Folgende Hinweise ergehen seitens der Polizei:
•
Die Polizei wird niemals Wertsachen bei Ihnen abholen oder sichern wollen!
•
Auch keine Staatsanwaltschaft oder eine andere "Behörde" wird dies tun.
•
Bei solchen Telefonaten einfach aufzulegen ist meist die einzige Möglichkeit, um die Täter los zu
werden.
•
Die Betrüger erreichen mittels geschickter Gesprächsführung, dass die Angerufenen ihr gesamtes
Bargeld oder hochwertige Wertgegenstände an einem Ort deponieren oder an Unbekannte
übergeben.
Daher der dringende Appell:
Sollten Sie solche Anrufe erhalten, legen Sie sofort den Hörer auf.
Informationen zur Eingreifreserve:
Die im April 2000 gegründete Eingreifreserve besteht aus einem Leitenden Oberstaatsanwalt als
Abteilungsleiter, drei Oberstaatsanwälten und sechs Staatsanwälten. Sie ist eine der drei operativen
Abteilungen der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.
Die Eingreifreserve unterstützt die landgerichtlichen Staatsanwaltschaften verfahrensbezogen. Über
den Einsatz der Eingreifreserve entscheidet der Generalstaatsanwalt durch Zuweisung von
Ermittlungsverfahren nach § 145 Abs. 1 GVG.
Schwerpunkte der Arbeit der Eingreifreserve sind Verfahren aus folgenden Deliktsbereichen:
•
Organisierte und bandenmäßige Steuerstraftaten
•
Sonstige schwere Wirtschaftskriminalität
•
Organisierte Kriminalität
•
Ermittlungsintensive Kapitaldelikte
•
Sammelverfahren und umfangreichere Verfahren aus dem Bereich der Allgemeinkriminalität
•
Verfahrenskomplexe mit regional übergreifenden örtlichen Zuständigkeitsschwerpunkten und
internationalen Bezügen
•
jeweils unter Einbeziehung von Finanzermittlungen und Vermögensabschöpfung